Spielberichte

Vorbericht: Runde 25 – SKA (H)

Von einer ruhigen Länderspielpause kann Austria Wien nicht berichten. Dass die Bundesliga eine Woche geruht ist, nutzten die Veilchen, um zahlreiche Vertragsverlängerungen (u.a. Fitz, Keles, Kreiker, Wustinger), das Karriereende von Markus Suttner und die Verpflichtung von Haris Tabakovic bekanntzugeben – und das war wohl noch nicht alles.

Am Sonntag (3. April, 14:30 Uhr) kehren die Austrianer aber in den Bundesliga-Alltag zurück: Austria Klagenfurt gastiert in der Generali-Arena. Für beide Austrias geht es um den ersten Saisonsieg gegen die jeweils andere Austria, nachdem die bisherigen Aufeinandertreffen ohne Sieger endeten (1:1 in Wien, 0:0 in Klagenfurt).

Kaderupdate

Manfred Schmid ist von seiner COVID-19-Infektion genesen und kehrt auf die Austria-Trainerbank zurück. Wem er von dort aus am Spielfeld zusieht, ist noch nicht endgültig klar, denn der FAK-Coach muss kaum Ausfälle beklagen und hat dementsprechend viel Auswahl.

Nicht wird Schmid Muharem Huskovic sehen, der nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. Auch sind die Langzeitverletzten El Sheiwi, El Moukhantir und Bejic weiterhin außer Gefecht, voraussichtlich auch Florian Wustinger. Wieder fit ist der zuletzt angeschlagene Martin Pecar, auch Georg Teigl steht wieder im Training. Filip Antovski hat nach seiner roten Karte bei den Young Violets ein spielfreies Wochenende vor sich.

Naheliegend ist, dass Schmid auf die weiterhin ungeschlagene und zuletzt erfolgreiche 4-2-3-1-Formation setzt. Die Defensive ist mit Pentz, der Viererkette Martins-Mühl-Galvao-Suttner, sowie Martel und Braunöder vor ihnen, fest gesetzt. Offensiv haben lediglich Fischer und Djuricin einen Startelf-Platz quasi sicher, um die beiden weiteren Plätze kämpfen wohl Grünwald und Keles, die zuletzt von Beginn weg spielten, mit Jukic, der wieder Startelf-fit ist, nachdem es im Derby nur für einen Joker-Einsatz reichte.

Für welches Aufgebot sich Schmid auch entscheidet – jedenfalls hat er derzeit viel Auswahl und Spielraum, auch im laufenden Spiel von der Ersatzbank aus. Dort wird zu Spielbeginn wohl unter anderem Vesel Demaku sitzen – er wäre der einzige Austrianer, der bei einer gelben Karte im nächsten Spiel (auswärts in Graz, wohin Demaku im Sommer voraussichtlich wechseln wird) gesperrt wäre.

Kehrt Aleks Jukic in die FAK-Startelf zurück?

Ausgangslage

Es wäre ein großer Schritt in Richtung Saisonziel, den die Wiener Austria am Sonntag gehen könnte. Ebendieses Ziel ist das Erreichen eines internationalen Startplatzes, wofür es voraussichtlich einen Tabellenrang unter den Top 5 benötigen wird (als Fünfter zudem ein erfolgreiches Play-Off).

Aktuell sind die Veilchen Dritter, fünf Punkte vor der Klagenfurter Austria, die am ungeliebten sechsten Rang steht. Bei einem Heimsieg wären es acht Punkte Vorsprung bei sieben verbleibenden Spielen.

Das Gegenteil wäre der Fall, sollte der FAK am Sonntag die erste Niederlage im Jahr 2022 hinnehmen müssen. Dann wären es plötzlich nur mehr zwei Punkte Differenz – und das Play-Off noch spannender als ohnehin schon. In den nächsten Wochen warten auf die Austrianer Duelle mit Sturm Graz (a) und Red Bull Salzburg (zuerst h, dann a).

Wir waren in der ersten Hälfte ein bisschen zu ungeduldig, haben uns von der Kulisse mitreißen lassen und zu schnell nach vorne gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir es cleverer gemacht. Da haben wir ein bisschen etwas verändert, dadurch konnte Rapid nicht mehr so pressen.
Cem Sekerioglu nach dem 1:1 im Wiener Derby

Rahmenbedingungen

Das Wort “Frühlingswetter” stand in den meisten Vorberichten der letzten Wochen. Diesmal wären die Wörter “Winterjacke” oder “Handschuhe” passender, denn am Wochenende kühlt es in Wien spürbar ab, wenn auch am Sonntag noch der wärmste Tag des Wochenendes prognostiziert ist und sogar etwas Sonne zu sehen sein könnte. Viel mehr als 7°C wird es dabei aber nicht haben.

Zumindest kommen die am Sonntag ins Stadion Kommenden somit nicht unter Verdacht, Schönwetterfans zu sein. Ebendiese Kommenden sind nicht so wenige – denn über 10.000 Karten waren schon unter der Woche abgesetzt, viele davon kostenlos an Austria-Mitglieder, von denen es so viele wie nie zuvor gibt. Im Mai erwartet all diese Mitglieder auch ein Fest.

Schiedsrichter ist am Sonntag Alan Kijas. Für den Niederösterreicher wird es der 30. Bundesliga-Einsatz sein, dabei der siebte mit FAK-Beteiligung. Unter Kijas’ Leitung hat die Austria je zwei Mal gewonnen, verloren und Unentschieden gespielt, zuletzt war der 35-Jährige im September beim 2:0-Auswärtssieg gegen den LASK im Einsatz, in der Generali-Arena zuvor im August gegen die WSG Tirol (Runde 2, 1:1).

Analyse: Austria Klagenfurt

Rein am Papier spricht vieles gegen die violetten Klagenfurter:

  • Während die Wiener Austria im Jahr 2022 bei fünf Siegen und einem Remis (= 16 Punkten) steht, hat Klagenfurt bisher nur einen Sieg geholt (insgesamt fünf Punkte, das ist in der Jahrestabelle 2022 nur Platz 10).
  • Zuletzt hat Klagenfurt drei Mal in Folge verloren und jedes Mal je drei Gegentore erhalten.
  • Inklusive Cup hat Klagenfurt nur eines seiner letzten acht Spiele gewonnen.
Und trotzdem wartet auf die Veilchen eine große Herausforderung. Die Kärntner sind eine gut organisierte Mannschaft, die defensiv kompakt steht und schnell umschaltet. In der Länderspielpause hatte Peter Pacult nahezu alle Spieler zur Verfügung, um aus der Negativspirale der letzten Wochen zu kommen. Einen schmerzhaften Ausfall muss Pacult aber hinnehmen: Abwehrchef Mahrer fällt für einige Wochen aus. Das könnte wiederum Ex-Veilchen “Blue” Blauensteiner zu einem Startelf-Comeback an seiner alten Wirkungsstätte verhelfen. Davon abgesehen ist die übliche 4-3-3- bzw. 4-2-3-1-Formation zu erwarten, besonderes Augenmerk gilt dabei Spielmacher Greil und Torjäger Pink (zehn Saisontore).

Das ist meine Heimatstätte, dort bin ich aufgewachsen, da hat alles begonnen und ich freue mich darauf, einige bekannte Gesichter wiederzusehen und am Platz auf sie zu treffen.
Michael Blauensteiner, Ex-Veilchen, vor seiner Rückkehr in die Generali-Arena

Die weiteren Spiele der Runde

Wie jede Woche, wird die Austria die Samstagsspiele der Qualifikationsgruppe entspannt mitverfolgen. Dabei kommt es in Pasching zum Oberösterreich-Derby zwischen LASK und Ried, in Altach gastiert die Admira, in Hartberg die WSG Tirol.

Parallel zum Duell der beiden Austrias spielen am Sonntag-Nachmittag auch der Wolfsberger AC und Sturm Graz gegeneinander, der geographisch bewanderte österreichische Fußball-Fan spricht vom “Pack-Derby”. Am Abend schließen Red Bull Salzburg und Austrias Erzrivale die 25. Runde der Bundesliga ab.

So wollen die Veilchen auch am kommenden Wochenende wieder jubeln!

3 Kommentare

  1. manni sagt in der PK es wäre respektlos von einem pflichtsieg zu sprechen.

    ich entgegne dem – in anbetracht der engen abstände im OPO und den folgenden drei partien (sturm, rb, rb), von denen maximal in einer mit punkt(en) zu rechnen ist, ist die partie gegen klagenfurt sowas von als pflichtsieg einzuplanen und zu betrachten. und so sollte man die partie auch angehen!

    1. Sagen wir mal so… wir werden in keiner Partie vor dem Sommer mehr so sehr favorisiert sein wie am Sonntag. Ob man das nun als Pflichtsieg bezeichnet, das kann jeder für sich selbst festlegen.

      Die Austria ist jedenfalls seit es Verteilerkreis gibt ohne Niederlage und die Serie darf gerne noch den April (und den Mai) überdauern 😉

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