Rück- und Ausblicke

Die Veilchen in der Saison 2021/22

Eine überragende Saison 2021/22, die auf Platz 3 abgeschlossen wurde, ist vorbei. Welche Veilchen haben dabei besonders überzeugt? Wer sind die Newcomer und Überraschungen der Spielzeit? Und wer enttäuschte? Ein – sehr subjektiver – Rückblick auf die Tops und Flops der Saison.

#1 Patrick Pentz (36 Spiele – 7x zu Null)

Zum zweiten Mal in Folge wurde Patrick Pentz zum Tormann der Saison gewählt. Viel Widerspruch war dabei nicht zu erwarten, denn der Salzburger lieferte erneut eine nahezu fehlerfreie Saison ab, in der er mit einigen starken Paraden mit allen Körperteilen violette Punkte festhielt. Obendrein mit dem Ball am Fuß so stark, dass er ein wichtiger Teil des violetten Spielaufbaus war, und als Typ so klar in seinen Ansagen, dass er in Interviews wie in der Kabine gefragter Gesprächspartner war. Sein Sprung ins Nationalteam sowie in eine stärkere Liga ist nur logisch und gerechtfertigt – auch dort wird er eine sehr gute Figur abgeben.

#2 Florian Wustinger (1 Spiel)

Im Herbst stand der 18-Jährige in jedem Spiel der Young Violets in der Startelf und überzeugte dabei als „Sechser“ so sehr, dass er schon im Winter zur Kampfmannschaft befördert wurde. Nach einer starken Vorbereitung debütierte er gleich in der ersten Frühjahrsrunde in Altach, verletzte sich kurz später aber und absolvierte kein weiteres Spiel mehr. Gewiss ist mit ihm 2022/23 zu rechnen und er könnte einer der großen Newcomer der neuen Spielzeit werden.

#3 Filip Antovski (0 Spiele – 1x im Kader)

Kapitän der U21-Nationalmannschaft von Nordmazedonien, empfohlen von Milenko Acimovic und überzeugend im Probetraining in Wien-Favoriten – eigentlich keine schlechten Voraussetzungen und dennoch reichte es für Antovski nur zu 16 Spielen für die Young Violets, aber keinem einzigen für die Profis. In „Liga Zwa“ zeigte der 21-Jährige phasenweise sein Talent, insbesondere offensiv, und wurde nun erstmals für das A-Nationalteam seines Landes einberufen. Sein Vertrag läuft noch bis 2023, nach dem Karriereende von Markus Suttner sind seine Chancen auf Einsätze in der Kampfmannschaft nicht kleiner geworden, doch dazu müsste er noch mehr seines zweifellos vorhandenen Potentials abrufen.

#4 Ziad El Sheiwi (7 Spiele – 1 Assist)

Dass Filip Antovski in der Kampfmannschaft nicht Fuß fasste, lag auch an ihm: Ziad El Sheiwi. Im Juli debütierte der damals 17-Jährige erst bei den Young Violets, nach acht Einsätzen war seine dortige Laufbahn schon wieder vorbei und er wurde bei der Kampfmannschaft ins kalte Wasser geworfen. Auf Anhieb überzeugte er in der Bundesliga und wurde zum Stammspieler. Umso ärgerlicher für ihn und die Austria, dass er sich im Wiener Derby nach 18 Minuten am Kreuzband verletzte und die restliche Saison verpasste. Im Herbst 2022 soll er zurückkehren. Dass ihm ab dann eine große Karriere bevorsteht, scheint sehr wahrscheinlich, alle Voraussetzungen hierfür sind da.

#5 Eric Martel (34 Spiele – 3 Tore – 3 Assists)

Eine große Karriere könnte auch Eric Martel hinlegen. In den eineinhalb Jahren, die ihn RB Leipzig nach Wien entsandte, wurde er zum Stammspieler, Leistungsträger und Publikumsliebling. Er absolvierte 55 Spiele für Austria Wien, alle in der Startelf, nur Sperren hinderten ihn an Einsätzen. Dass er gleich vier solcher Sperren absitzen musste, ist ein Beweis für seine körperbetonte Spielweise, mit der er aber zu einem der stärksten „6er“ der Liga wurde. Seine hohe Einsatzbereitschaft, seine Ausdauer und seine Zweikampfstärke hievten den 20-Jährigen in das U21-Nationalteam Deutschlands. Macht er so weiter, ist auch das noch nicht das Ende seiner Träume. Martel entwickelte sich bei Austria Wien hervorragend und war 2021/22 einer der Schlüsselspieler für das Erreichen der internationalen Gruppenphase.

#6 Niels Hahn (0 Spiele – 1x im Kader)

Erinnerst du dich noch an das erste Pflichtspiel der Saison, auswärts im ÖFB-Cup in Spittal an der Drau? Niels Hahn erinnert sich wohl daran, denn es war das einzige Mal in dieser Saison, dass er im Matchkader der Kampfmannschaft stand. Bereits vor drei Jahren als großes Eigenbau-Talent früh zur Kampfmannschaft gestoßen, konnte er sich dort nie durchsetzen. Im Herbst 2020 zeigte er unter Stöger starke Leistungen gegen Rapid und Sturm, seitdem lief er aber nicht mehr bei den Profis auf. Spätestens in der kommenden Saison wird sich zeigen, ob Hahn bei der Austria eine Zukunft hat – eine Leistungssteigerung müsste dafür wohl her.

#7 Tristan Hammond (0 Spiele – 0x im Kader)

Zumindest war Hahn einmal öfter im Matchkader der Kampfmannschaft als Tristan Hammond, der ausschließlich für die Young Violets auflief. Dort zeigte er zwar Potential, aber auch nicht das „riesige Talent“, das ihm vor einem Jahr bescheinigt wurde, als er von Lissabon nach Wien übersiedelte. Bisher enttäuschend, ist er als 19-Jähriger mit starker Technik trotzdem noch nicht ganz abzuschreiben.

#8 Vesel Demaku (21 Spiele – 1 Assist)

Nach einem starken Frühjahr 2021 hätte es die Saison des Vesel Demaku werden können. Hätte, können. Wurde es aber nicht. Sowohl im Herbst, als er einen Stammplatz hatte, als auch im Frühjahr, als er um einen solchen kämpfte, warfen ihn Verletzungen zurück. Braunöder und Martel waren in der „Zentrale“ so stark, dass Demaku nur Ergänzungsspieler blieb. In Graz sucht der 22-Jährige künftig sein Glück. In Wien bleibt sein Assist zum 2:1 in Klagenfurt in Erinnerung.

#10 Alexander Grünwald (27 Spiele – 2 Tore – 1 Assist)

Zum Abschied sagte Grünwald nicht nur leise „Servus“. Nachdem er im Herbst meist nur auf der Bank Platz nahm, haben wohl nicht mehr viele damit gerechnet, dass AG10 im Frühjahr in 11 von 14 Spielen in der Startelf steht. Seine Tore gegen den WAC und die Admira führten die Austria in das obere Play-Off. Kurz später wurde er erstmals Vater und beendete seine Karriere, die ihn 327 Mal in das Austria-Trikot schlüpfen ließ. Was für eine Karriere, was für ein Spieler, was für eine Austria-Legende. Er wird fehlen – und kann seine letzte Saison als Fußballer in sehr guter Erinnerung behalten!

#11 Benedikt Pichler (8 Spiele – 1 Tor)

Ja, auch Benedikt Pichler war Teil der Saison 2021/22 und absolvierte immerhin acht Spiele. Ende August wechselte er nach Kiel. Dass er dort mit 12 Scorerpunkten in der zweiten Bundesliga zu einem Leistungsträger wurde, verwundert nicht, denn auch am Verteilerkreis ist „Benni“ als torgefährlicher, universell einsetzbarer Offensivspieler mit Top-Einstellung zum Sport in Erinnerung.

#11 Martin Pecar (0 Spiele – 1x im Kader)

Ein universell einsetzbarer Offensivspieler ist auch die neue Nummer 11, Martin Pecar. Das wissen aber in Wien-Favoriten noch nicht so viele, denn bisher lief der Slowene nur acht Mal für die Young Violets auf. Dass es in der Kampfmannschaft noch zu keinem Einsatz reichte, lag auch an seiner vor über einem Jahr erlittenen Verletzung, die ihn phasenweise weiterhin plagte. Ist Pecar topfit, bringt er vieles mit, um auch der FAK-Kampfmannschaft helfen zu können.

#13 Lukas Wedl (0 Spiele – 0x im Kader)

Der Last-minute-Transfer des vergangenen Sommers absolvierte eine fehlerfreie Saison 2021/22. Das liegt primär aber daran, dass er lediglich drei Mal für die Young Violets auflief. Rund um die Kampfmannschaft war er nur in der Halbzeitpause zu finden, als für Elfmeterschießen der Fans ein Tormann nötig war. Auch da blieb er fehlerlos.

#14 Dario Kreiker (3 Spiele)

Der 19-jährige Linksaußen startete bei den Young Violets in die Saison und überzeugte sowohl dort als auch in der Winter-Vorbereitung der Kampfmannschaft so sehr, dass er im Frühjahr in acht Bundesliga-Runden im Matchkader stand, drei Mal eingewechselt wurde. Auch wenn er dabei noch keine Duftmarken setzen konnte, die nachhaltig in Erinnerung blieben, wird Kreiker gewiss sehr zufrieden auf die abgelaufene Saison zurückblicken und könnte in der neuen Spielzeit zu einem Shootingstar der Veilchen avancieren.

#15 Leonardo Ivkic (11 Spiele – 1 Assist)

Auch Leo Ivkic startete eigentlich bei den Young Violets in die Saison 2021/22. Es brauchte gerade einmal einen Startelf-Einsatz bei Austrias zweiter Mannschaft und schon debütierte er in der Bundesliga. Als Rechtsverteidiger forderte der 19-Jährige Georg Teigl intern ganz schön heraus und stand im Herbst acht Mal in der Startelf. Dabei zeigte er meist solide Leistungen und hatte kaum Schwierigkeiten, sich in der höchsten Spielklasse zurechtzufinden. Im Frühjahr reichte es nur mehr zu zwei Einsätzen. Dennoch ist Ivkic eine der positiven Überraschungen der Saison und kann mit dieser sehr zufrieden sein. Ihm gelang quasi direkt von der U18 der Sprung in die Bundesliga, wo er zumeist einen zuverlässigen Verteidiger abgab.

#16 Can Keles (23 Spiele – 3 Tore – 2 Assists)

Im Juli debütierte der damals 19-jährige Keles bei der Kampfmannschaft. Im Laufe der Saison fand sich der Flügelspieler dort immer besser zurecht und wurde insbesondere im Frühjahr zu einem wertvollen Bestandteil der Schmid-Mannschaft. Seine Technik, seine Stärken im 1:1 und sein guter Abschluss machten ihn besonders als Joker stets gefährlich und führten zu fünf Scorerpunkten. Eine gelungene Premierensaison in der „Ersten“, die zur Vertragsverlängerung bis 2026 führte und Lust auf das zweite Jahr macht!

#17 Anouar El Moukhantir (0 Spiele – 0x im Kader)

Sein Rücken sorgte für eine völlig verkorkste Saison. Kein einziges Mal konnte der weiterhin verletzte Flügelspieler den Rasen betreten. Die Young Violets hätten ihren Kapitän mit 75 Zweitliga-Spielen Erfahrung durchaus gut gebrauchen können. 2023 läuft sein Vertrag aus, im August wird El Moukhantir bereits 25 Jahre. In der Bundesliga lief er bisher noch nie auf. Ob sich daran je etwas ändern wird, weist wohl die kommende Saison.

#18 Noah Ohio (30 Spiele – 6 Tore – 2 Assists)

Extrem schnell, trickreich, mit dem Ball aber oft unglücklich – Noah Ohio gehörte zu den auffälligsten Spielern der Saison, auch wenn ihm nicht immer alles gelang. Er wurde jedoch zum zweitbesten Torschützen der Austria, mit seiner außergewöhnlichen Spielweise und stets fröhlichen Art zu einem Publikumsliebling und vor allem machte er im Laufe der Saison insbesondere körperlich große Fortschritte, sodass er im Frühjahr regelmäßig in der Startelf stand und im Derby, sowie in Altach und Klagenfurt wichtige Tore erzielte.

#20 Lukas Mühl (30 Spiele – 1 Tor)

Auf Anhieb fühlte sich der deutsche Innenverteidiger bei der Austria wohl – und das war auch am Feld sichtbar. Er wurde prompt zum zuverlässigen Abwehrchef, der mit großer Zweikampfstärke und perfekt getimten Tacklings einen großen Anteil an den wenigen FAK-Gegentoren hatte. Dass er erst im Jänner 25 Jahre jung wurde, merkt man ihm nicht an – er wirkt stets abgebrüht, routiniert und führt junge Spieler rund um sich, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Eine große Verstärkung und ein sehr gelungener Transfer!

#21 Ammar Helac (0 Spiele – 20x im Kader)

Auch in seiner zweiten Saison bei der Austria reichte es für den Linzer zu keinem Bundesliga-Spiel. Zwei Mal stand er im Tor der Young Violets, die restliche Zeit verbrachte er am Trainingsplatz oder auf der Bank der Kampfmannschaft, wo er sich mit Mirko Kos abwechselte. Wohl keine befriedigende Saison für Helac, in dem die Austria auch nicht den Ersatz für Patrick Pentz sieht. Insofern könnte der 23-Jährige bald das Weite suchen.

#23 Matthias Braunöder (28 Spiele – 1 Tor – 6 Assists)

Am 19. Juni 2021 verlängerte die Austria seinen Vertrag (bis 2023 mit Option). Auf der Website der Veilchen stand damals: „Der 19-Jährige (…) soll nun mehr und mehr in die Kampfmannschaft eingebunden werden.“ Das ist wohl gelungen, denn weniger als ein Jahr später ist er nicht nur Stammspieler, sondern auch Newcomer der Bundesliga-Saison und von verteilerkreis.at-Usern zum Spieler der Saison gewählt. Viel mehr muss man über die Spielzeit des Matthias Braunöder nicht wissen. Kurz und bündig: Der Burgenländer legte eine überragende Saison hin.

#24 Christian Schoissengeyr (17 Spiele)

Vier Jahre war „Junior“ Schoissengeyr bei der Austria, 42 Mal trug er das violette Trikot. Nun verlässt der großgewachsene Innenverteidiger Wien. Seine letzte Saison bei der Austria war durchwachsen: auf der einen Seite reichte es nur zu wenigen Spielen, im Frühjahr gar nur mehr zu drei, auf der anderen Seite war er stets zuverlässig, wenn er gebraucht wurde, und ein Ergänzungsspieler, wie ihn sich ein Trainer nur wünschen kann. Auch deshalb geht Schoissengeyr in bestem Einvernehmen und ihm ist zu wünschen, bei seinem nächsten Verein Stammspieler zu werden.

#25 Muharem Huskovic (14 Spiele – 2 Tore – 2 Assists)

Seine Vertragsverlängerung bis 2025 im Jänner war wohl das Positivste des bisherigen Jahres 2022 für „Muki“ Huskovic. Eine Verletzung plagt ihn seit Dezember und verhinderte heuer sowohl bei der Austria als auch bei der U19-EM weitere Einsätze. Das ist nicht nur für ihn persönlich schade, sondern auch für die Veilchen, denn im Herbst etablierte sich Huskovic deutlich schneller in der Bundesliga als viele das angenommen hatten. Bleibt er fit, wird es wohl nicht lange dauern, bis er in der neuen Saison einen Stammplatz hat und Leistungsträger wird. Das legt seine vielversprechende Herbstsaison nahe.

#27 Romeo Vucic (9 Spiele – 1 Tor)

Am 22. Oktober stand der Stürmer in Amstetten erstmals in der Startelf der Young Violets. Viele „Liga Zwa“-Einsätze kamen nicht mehr hinzu, denn schon kurz später folgte sein rascher Sprung in die Kampfmannschaft. Schmid sieht in Vucic viel Potential, Vucic zeigte in der Vorbereitung viel Einsatzbereitschaft – und so kam es, dass der 19-Jährige in der Frühjahrssaison in jeder Bundesliga-Runde, in der er fit war, auch im Kader der Kampfmannschaft stand, neun Mal eingesetzt wurde, gegen Salzburg zwei Mal in der Startelf stand und in der Südstadt den entscheidenden 2:1-Treffer für das Erreichen der Top 6 erzielte. Für Vucic war die Saison 2021/22 hervorragend, sodass er 2022/23 fix zum Kader der „Ersten“ zählen wird.

#29 Markus Suttner (32 Spiele - 1 Tor - 8 Assists)

Sag zum Abschied leise Servus? Nicht mit Markus Suttner. Der 35-Jährige setzte in seiner letzten Saison als Profisportler nochmals zahlreiche Ausrufezeichen und bestach mit konstant guten Leistungen. In der Frühjahrssaison zeigte er die stärksten Leistungen seit seiner Rückkehr nach Wien. Am Feld Leistungsträger, in der Kabine Leader – Markus Suttner wird an allen Ecken und Enden fehlen.

#30 Manfred Fischer (35 Spiele – 6 Tore – 6 Assists)

Die meisten Spiele und Einsatzminuten aller Feldspieler. Die zweitmeisten Tore. Die meisten Assists. Die meisten Assist-Assists. Mit Ausnahme eines krankheitsbedingten Ausfalls in allen 35 Spielen in der Startelf. Allein diese Statistiken zeigen, wie schnell aus einem Neuzugang ein Leistungsträger wurde, obendrein mit seinem Kampfgeist und seinen erfrischend ehrlichen Interviews ein Publikumsliebling. Genau dafür wurde Fischer zwar verpflichtet, aber dennoch übertraf er alle Erwartungen nochmals und avancierte zu einem der großen Gewinner dieser Saison. Gut vorstellbar, dass „Mandi“ noch viele Jahre bei der Austria kicken wird, vielleicht eines Tages auch mit der Kapitänsschleife am linken Arm.

#33 Lucas Galvao (13 Spiele)

Seit Ende Februar verpasste der 30-jährige Brasilianer keine einzige Spielminute. Sah man ihm zu, kam man nicht auf die Idee, dass er erst im Winter, am letzten Tag des Transferfensters, zur Austria gestoßen ist, so souverän verriegelte er gemeinsam mit Lukas Mühl den Weg zu Austrias Tor. Ein starkes, quasi fehlerfreies Frühjahr, sodass Galvao schon jetzt als Top-Verpflichtung bezeichnet werden kann.

#36 Dominik Fitz (18 Spiele – 3 Tore – 4 Assists)

So schwierig diese Saison für Dominik Fitz war, so versöhnlich war das Ende: der Rechtsfuß kämpfte sich von einer weiteren Verletzung zurück, wurde in Klagenfurt mit einem Treffer zum Matchwinner, nachdem sein Freistoß-Ausgleich gegen Salzburg noch aberkannt wurde, in der letzten Runde gegen Sturm legte er gleich noch ein Tor und einen Assist hinterher. Nicht nur Schmid-Lob war die Folge, sondern auch berechtigte Hoffnungen, dass der starke Techniker 2022/23 wieder eine gewichtigere Rolle beim FAK einnehmen könnte.

#39 Georg Teigl (22 Spiele – 3 Tore)

Eine Verletzung hat auch Georg Teigl zurückgeworfen – nämlich so sehr, dass er seit Ende Februar nicht mehr auflaufen konnte. Der Rechtsfuß hatte einen schwierigen Start in die Saison und wurde prompt von Leo Ivkic aus der Startelf gespielt. Rasch kämpfte er sich in ebendiese aber zurück und überzeugte immer mehr – ganz unabhängig, ob in der Verteidigung, im Mittelfeld oder gar im Sturm. In dieser offensiveren Rolle erzielte er auch drei Tore. In der neuen Saison ist wieder mit ihm zu rechnen, ganz egal auf welcher Position.

#46 Johannes Handl (23 Spiele – 1 Tor)

Seit 2019 ist der Steirer ein Veilchen. Seitdem mauserte er sich zu einem starken Innenverteidiger, sowohl am Boden im Spielaufbau oder in der Luft in Zweikämpfen. Im Herbst konnte er das noch in 17 der 22 Pflichtspielen beweisen. Im Frühjahr bremsten ihn nicht nur die Galvao-Verpflichtung, sondern auch Ausfälle, und er stand nur mehr sechs Mal am Rasen (bei fünf Siegen und einem Unentschieden). Rein von den Leistungen keine schlechte Saison von „Jo“ Handl, der sich insgesamt aber wohl mehr Einsatzzeit erhofft hat.

#66 Marvin Martins (15 Spiele – 2 Assists)

Dass der Luxemburger ein lauf- und kampfstarker, offensiv ausgerichteter Außenverteidiger ist, konnte er der Austria-Familie erst im Frühjahr richtig beweisen. Denn nachdem er in den letzten drei Jahren nahezu jedes Spiel für seine bisherigen Vereine absolvierte, verletzte er sich bei der Austria gleich zu Saisonbeginn und fiel bis Dezember aus. Ab dann war der 27-jährige Nationalteamspieler nicht mehr aus Austrias Startelf wegzudenken: von Runde 18 bis 32 verpasste er nur zwei Spiele (einmal verletzt, einmal gesperrt) und stand sonst immer in der Startelf, in der er immer stärker wurde.

#70 Esad Bejic (1 Spiel)

Dass sich schwere Verletzungen als roter Faden durch die Karriere des Esad Bejic ziehen, ist keine frohe Botschaft. Leider bestätigte sich diese auch im Jahr 2022 abermals. Nachdem Bejic im frühen Herbst regelmäßig im Matchkader der Kampfmannschaft stand und beim 4:3-Sieg in Hartberg debütierte (als Innenverteidiger in einer 3er-Kette, wobei er nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit zur Pause ausgewechselt wurde), stoppte ihn im Winter erst ein Seitenbandriss und nach dessen Erholung prompt ein Kreuzband- und Meniskusriss. Seine Operation war erfolgreich, am Feld wird Bejic aber wohl erst 2023 wieder zu sehen sein. Dann hoffentlich über längere Zeit verletzungsfrei.

#77 Aleksandar Jukic (30 Spiele – 6 Tore – 1 Assist)

Umso länger die Saison dauerte, desto stärker wurde „Aco“ Jukic. Ihm gelang 2021/22 endgültig der Durchbruch in der Kampfmannschaft, in der er zu einem Stammspieler und Leistungsträger wurde. Vor allem körperlich legte er zu, sodass er gepaart mit Technik und Spielwitz zu einem universell einsetzbaren, torgefährlichen Offensivspieler, der jederzeit für Überraschungsmomente gut ist, wurde.

#92 Marco Djuricin (32 Spiele – 11 Tore – 4 Assists)

Der 29-jährige Stürmer war – mit Abstand – Austrias bester Torschütze und Scorer in dieser Spielzeit. So ganz zufrieden blickt Djuricin wohl dennoch nicht auf die Saison zurück, denn im Frühjahr stand er gerade einmal in vier von 13 Spielen in der Startelf. Dass er in drei davon ein Tor erzielte, spricht für ihn. Durch die Verpflichtung von Haris Tabakovic und die baldige Rückkehr des verletzten Huskovic wird der Konkurrenzkampf im Angriff nicht kleiner. Djuricin bringt alles mit, um sich dabei durchzusetzen, die abgelaufene Saison war aber nur zeitweise eine Bewerbung hierfür.

#99 Mirko Kos (0 Spiele – 18x im Kader)

Am 4. Juli 2020 stand Mirko Kos beim 1:0-Heimsieg gegen den SV Mattersburg im Tor der Austria. Es war dies nicht nur für die Burgenländer ihr bisher letztes Bundesliga-Spiel, sondern auch für den Eigenbauspieler der Austria. Heuer reichte es erneut lediglich für 18 Spiele auf der Bank der Kampfmannschaft und für sieben am Feld der Young Violets (darunter in zwei der drei Siegen des Frühjahrs). Dennoch ist Kos in der Kabine der Kampfmannschaft ein Stimmungsmacher, zudem abseits der Austria mit betterathletes.at als Unternehmer tätig. Es ist dem sympathischen FAK-Urgestein durchaus zu wünschen, in der kommenden Saison sein zweites Bundesliga-Spiel absolvieren zu dürfen. Bis Sommer 2023 steht er noch bei den Veilchen unter Vertrag.

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