Spielberichte

Nachbericht: Runde 29 – WAC (A)

Nach dem enttäuschenden 0:5 in Salzburg bliebt die Mannschaft von Sonntag bis Mittwoch gleich in Salzburg, um sich auf das Spiel am Mittwoch gegen den WAC vorzubereiten. Nach drei Niederlagen in Folge mussten wieder Punkte eingefahren werden, obwohl die Kräfte bereits stark überspannt waren und auch die Erfolgserlebnisse sowohl nach starken als auch nach schwächeren Leistungen zuletzt ausblieben. 

Die Zeit wurde genutzt und die Austria machte von der ersten Minute an klar, dass man in Wolfsberg gewinnen wollte. Leider erwies man sich in der besonders starken ersten Halbzeit nicht in der Lage eine Führung zu erzielen und in der ausgeglicheneren zweiten Halbzeit konnten zunächst Jukic (51.) und kurz darauf Vizinger (64.) anschreiben. Der volle Erfolg blieb also erneut aus, womit sich die Serie ohne Sieg der Austria, die ja beim X gegen Klagenfurt am 3. April nach 5 Siegen in Folge begann, nun ebenfalls auf 5 Spiele verlängerte. Dennoch gibt die Leistung Zuversicht für das spannende Saisonfinale und den Kampf um Platz 3, für den nach einem Sonntag Pause (Cupfinale) bereits in der nächsten Runde im Heimderby eine wichtige Weichenstellung ansteht. 

Eine der vielen Strafraumszenen in denen Kofler alle Hände voll zu tun hatte.

Im Großen und Ganzen geht das X in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, waren auf jedenfall viel besser als der WAC, haben das Spiel dominiert. Zweite Halbzeit sind wir nicht so gut herausgekommen, nichts desto trotz haben wir das Tor geschossen und haben leider nicht den Sack zugemacht. Da wollte der WAC das 1:1 mehr als wir das 2:0 und deshalb ist das Unentschieden gerechtfertigt. Aleksandar Jukic auf Viola TV über das Ergebnis

Was waren die Erkenntnisse des Spiels?

Braunöder, Demaku und Schoissengeyr jubeln gemeinsam mit Jukic über dessen Führungstreffer.

Wir haben uns aufgrund der ersten Hälfte auf jeden Fall mehr verdient. Wir hatten die besseren Torchancen, haben das Spiel dominiert und haben dann aus eigentlich keiner Torchance den Ausgleich bekommen. Es ist bitter, dass wir da nicht drei Punkte gemacht haben, weil das hochverdient gewesen wäre.

Manfred Schmid auf Sky zur Leistung

Die große Frage vor dem Spiel war, wie Trainer Schmid den Ausfall des gelbgesperrten rechten Verteidigers Martins kompensieren wird. Verschiedene Varianten standen im Raum, doch er entschied sich dem im Sommer nach Graz wechselnden defensiven Mittelfeldspieler Demaku für diese Rolle zu vertrauen. 

Doch es gab noch einige weitere Anpassungen aus verschiedenen Gründen. Einerseits wurde vom 3-4-3 wieder auf das 4-2-3-1 umgestellt, wodurch Grünwald anstelle von Keles zurück in die Startelf fand (Martel ins DM, Fischer auf den Flügel) und statt Vucic als falsche Neun wieder Ohio als Mittelstürmer eingesetzt wurde. Dazu kam, dass Mühl kurzfristig durch Schoissengeyr ersetzt werden musste. 

Es war also eine ziemlich neue Mannschaft im Vergleich zu den letzten drei Spielen am Platz und insbesondere bei Schoissengeyr und Demaku war unklar, ob sie ihre Leistung sofort bringen können. Doch der Plan sollte aufgehen und der WAC war sichtlich überrascht von den Umstellungen und brauchte lange um ins Spiel zu finden.

Später wurde noch fleißig gewechselt und mit Djuricin (63., für Ohio), Keles (64. für Grünwald) und Handl (68., für Demaku) kamen recht positionstreue Wechsel. Leider musste kurz darauf noch verletzungsbedingt gewechselt werden, so kam Fitz (74., für Braunöder) ins Spiel und zeigte eine ansprechende Leistung in der letzten halben Stunde. 

Air-Handl war wieder im Einsatz.

Die Austria startete überfallsartig ein Offensivfeuerwerk und kam bereits in den ersten Minuten mehrmals zu gefährlichen Szenen. Man variierte dabei Aufbauspiel über den Flügel und im Zentrum schnelle, hohe Bälle in die Spitze, was die Verteidigung des WAC sichtlich vor Probleme stellte. Defensiv wurde das Zentrum diszipliniert geschlossen und die beiden defensiven Mittelfeldspieler Martel und Braunöder verhielten sich sehr diszipliniert. Ohio sorge durch engagiertes Forechecking für die nötige Eile beim Spielaufbau der Wolfsberger, die sich nur selten ausreichend formieren konnten, um einen geordneten Angriff zu spielen. Immer wieder konnte man durch den die Innenverteidigung anlaufenden Ohio und die durch Fischer, Grünwald und Jukic zugestellten Außenverteidiger bzw. zentralen Mittelfeldspieler einen weiten Pass auf Baribo erzwingen. 

Nach einer beeindruckenden ersten Hälfte der Austrianer reagierte der WAC in der Pause und es gelang den Kärntnern immer besser ein kontrolliertes Passspiel durch das Zentrum aufzuziehen. Begünstigt wurde das durch eine gewisse Schlampigkeit im Spiel der Veilchen zu Beginn der zweiten Halbzeit, als man kaum mehr versuchte über den Flügel das Spiel aufzubauen, viel zu vertikal positioniert war und somit quasi ausschließlich lange Bälle in die Tiefe schlagen musste. Darauf hatte sich der WAC jedoch mittlerweile gut eingestellt und war sehr erfolgreich dabei diese Bälle schnell zu erobern und durch das aufgerissene Zentrum zurück in ihre Spitze zu befördern. 

Am Ende des Tages sollten wir mit der Leistung und der Überlegenheit in der ersten Halbzeit das Spiel gewinnen. Das haben wir leider nicht geschafft, deswegen wird es jetzt sehr eng, aber wir sind voll dabei […], haben alles selbst in der Hand und das ist ein schönes Gefühl. Alexander Grünwald auf Viola TV

Fitz brachte Schwung von der Bank und zeigte ein hohes Engagement bei Zweikämpfen.

In diese Druckphase fiel dann der Führungstreffer durch Jukic (51.) , welcher in dieser Situation quasi aus dem Nichts kam, insgesamt natürlich dennoch hochverdient und fällig war. Nach einem erfolgreichen Pressing im Mittelfeld nutzte man die nach zwei Seitenwechseln schlecht abgestimmte Defensive der Kärntner, die bei einer Suttner-Maßflanke auf die Deckung von Jukic schlicht vergessen hatte. 

Nach dem Tor trat die Austria wieder stabiler auf und kombinierte sich aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder in Richtung des Tores der Kärntner. Die Partie schien sich nun endgültig in Richtung eines Sieges der Veilchen zu entwickeln, doch keine Viertelstunde später erzielte der WAC jedoch bereits den Ausgleich. Der Ausgleich war extrem unglücklich, denn in dem Moment war der Spielfluss komplett unterbrochen. Nachdem Grünwald und Peretz im Zuge eines Fouls ein wenig aneinandergerieten und beide mit Gelb verwarnt wurden, nahm Dutt seinen ersten Wechsel vor und brachte Vizinger für Baribo. Auch Schmid nahm noch bevor das Spiel wieder aufgenommen wurde den ersten Doppeltausch vor (siehe weiter oben). Auf diese lange Unterbrechung folgte ein langer Ball des WAC an den 16er, den Galvao und Röcher beide verfehlen. Dahinter entstand jedoch ein wenig Chaos in dem Liendl an den Ball kommt. Sein Schuss wird zwar noch von Pentz geblockt, springt jedoch leider genau vor Vizinger, der in der 64. Minute nur noch einschießen muss. Eine bedauerliche Verkettung von unglücklichen Umständen, welche natürlich nicht die fehlende letzte Konzentration in der Innenverteidigung entschuldigen dürfen. 

In der Statistik waren im Endeffekt folgende Werte zu verzeichnen: 

  • ausgeglichene Ballbesitzquote, Passstatistik sowie Fouls
  • 8 vs. 2 Schüsse aufs Tor
  • 54% Zweikampfquote für die Austria (Bemerkenswert: 60% gewonnene Luftduelle dank Schoissengeyr und später Handl)
  • 9 vs. 6 erfolgreiche Dribblings
  • 22 vs. 18 Flanken

Das Spiel ging dann noch ordentlich hin- und her, wobei insbesondere durch Fitz noch reichlich Schwung nach vorne erzeugt wurde. Leider belohnte er sich nicht mit einem Tor, weil ein Schuss von Kofler noch entschärft werden konnte und er bei einem anderen Abschluss die Balance verlor. Insgesamt jedoch setzte Fitz in den ca. 30 Minuten ein Ausrufezeichen, ggf. sogar für einen Derbyeinsatz. Leider verlor man in der 74. Minute Braunöder aufgrund einer (hoffentlich nicht langfristigen) Knöchelverletzung und als weitere schlechte Nachricht holte sich Martel in der 81. Minute die fünfte gelbe Karte und verpasst damit das Derby. 

Die Mannschaft geht erhobenen Hauptes und zuversichtlich in das Saisonfinish.

Wir versuchen ihm den Weg aufzuzeigen was Professionalismus bedeutet. Welche Einstellung er mitbringen muss. Das Talent und die Qualität hat er, körperlichen Fitness hat er bis jetzt nicht so gehabt wie ich mir das vorstelle, da ist er auch jetzt nicht auf 100%, aber er entwickelt sich, arbeitet sehr sehr gut im Training und das zeigen auch seine Leistungen, obwohl er noch riesiges Potenzial nach oben hat. Im Moment bin ich sehr zufrieden mit ihm. 

Manfred Schmid über Aleksandar Jukic auf Viola TV

Was sind die Folgen des Spiels?

Nach dem Unentschieden verbleibt die Austria unverändert auf Platz 4 in der Tabelle mit 22 Punkten, punktegleich mit dem WAC, jedoch nun mit dem definitiv gewonnenen direkten Duell. Auch der Abstand auf Platz 3 sowie der Vorsprung auf Platz 6 blieben unverändert, da die Austria aus Klagenfurt in Hütteldorf ebenfalls 1:1 spielte. Im dritten Spiel der Meistergruppe krönte sich Sturm Graz mit einem Heimsieg gegen Salzburg (2:1) zum vorzeitigen Vizemeister. 

Drei Spiele vor dem Ende hat die Austria also Platz 3 noch in den eigenen Händen. Das Derby in Runde 30 wird daher richtungsweisend für die letzten beiden Spiele sein, da etwaige 5 Punkte Rückstand bei einer Niederlage nicht mehr aufzuholen wären. Das weitere Restprogramm bringt auswärts Austria Klagenfurt und in der letzten Runde Sturm Graz. 

Die gelbe Karte von Martel führt leider zu einer Sperre im Derby, während jene von Grünwald ohne Konsequenzen blieb. Braunöder musste leider mit einer zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch unklaren Knöchelverletzung vorzeitig und unter großen Schmerzen vom Feld.

Von den Wechselspielern zeigte Fitz die auffälligste Leistung und empfahl sich für mehr Einsatzzeit. Kann er die aktuelle Formsteigerung nun konstant entwickeln, könnte sich die kürzlich erfolgte Vertragsverlängerung als Goldgriff herausgestellt haben. 

Ich glaube, dass in den letzten drei Spielen alles offen ist, dass alles möglich ist. Wir haben drei Endspiele wo es sehr sehr eng hergeht und wir kennen das vom Einzug in das Meisterplayoff. Da hatten wir vier Endspiele, die wir sehr sehr gut bestritten haben. Daher gehe ich zuversichtlich in diese Spiele. 

Manfred Schmid bei Viola TV über das Saisonfinish

Einfach gewinnen und einen Sieg feiern da im Stadion über Rapid, das wäre das höchste der Gefühle.Alexander Grünwald auf Viola TV über die Wünsche an sein letztes Heimderby

Wie haben die Veilchen das Spiel erlebt?

Jukic zeigte seine Technik (hier bei einer spektakulären und erfolgreichen Ballkontrolle).

Das Spiel der Austria wurde im Verteilerkreis-Spieltagsvoting mit einer guten Wertung von 3,8 Punkten bewertet. Das Schiedsrichterteam wurde mit 2,5 Punkten eher kritisch betrachtet. Man of the Match wurde extrem knapp Jukic (40%), beinahe gleich auf mit Suttner (38%) und gefolgt von Grünwald (10%). Das Auswärtsspiel wurde von 83% der Verteilerkreis-User im TV verfolgt, wobei der Anteil der Auswärtsreisenden mit 2% so niedrig wie noch nie war. Sky erzielte mit durchschnittlichen 3,3 für den Kommentator eine gute Note, die Bewertung von 2,2 für die Halbzeitanalyse ergibt sich aus ihrer Inexistenz.

Sportliche Leistung:

0

Schiedsrichter:

0

Man of the Match: Jukic

0 %

Wo habt ihr das Spiel verfolgt?

  • Stadion 2.4%
  • TV zu Hause oder bei Freunden 83.3%
  • Wirtshaus/Pub/Wettbüro 2.4%
  • Ticker / ASB 4.8%
  • Gar nicht / Highlights 7.1%

Support der Fans:

0

Einlass ins Stadion:

0

Speisen & Getränke:

0

Service/Geschwindigkeit:

0

Kommentator:

0

Halbzeitanalyse:

0
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