Spielberichte

Nachbericht: Runde 20 – Hartberg (H)

Nach dem erfolgreichen Gastspiel in Altach konnte zu Hause gegen Hartberg gleich der nächste volle Erfolg eingefahren werden! Erneut wurde 2:0 gewonnen und erneut wieder wurde der Gegner in Halbzeit 1 quasi überfallen, inkl. Chancen für eine höhere Führung. Da auch die Startelf ident war, gab es eine ganze Reihe an Déjà-vus. Auch an diesem Wochenende war man in der ersten hälfte drückend überlegen und konnte bereits früh durch Jukic (18.) anschreiben. Auch in Altach fielen etwa zu dieser Zeit in Spiel die Tore (16. und 19.), dass es diesmal nur eines wurde, lag primär an der Chancenverwertung. 

Wie letzte Woche war nach der Pause (und dem Doppeltausch der Hartberger) kurze Zeit die Luft bei der Austria draußen und man musste da und dort gefährliche Angriffe zulassen. Aber durch die knappere Führung stellte man nicht auf “Verwalten” um und man kam daher weiterhin zu guten Chancen wie einem völlig unverständlich nicht gegebenen Elfmeter nach Foul an Ohio (siehe Bild) und etwa einem guten Schuss durch Braunöder. In dieser Phase fiel dann insgesamt hochverdient das 2:0 durch Fischer (55.), welches dann in Summe problemlos runtergespielt wurde. 

Erneut konnte auch im zweiten Spiel ein Bundesligadebüt gefeiert werden, da Dario Kreiker in der 80. Minute eingewechselt wurde und Djuricin feierte ab der 65. Minute sein Comeback nach seiner Verletzung. 

Durch die Rückkehr zur 3G-Regelung war auch die Osttribüne wieder gut gefüllt und der Support wurde auch von den Spielern sehr positiv erlebt. 

Heute war die Unterstützung von unseren Fans TOP, tipptop, selten habe ich glaube ich seit 1,5 Jahren einen besseren Support erlebt. Wenn wir das gegen den WAC wieder hätten, wäre das ein Traum. Patrick Pentz zu Viola TV

Was waren die Erkenntnisse des Spiels?

Die Mannschaft lässt sich eigentlich nie hängen, versucht immer zu laufen, zu kämpfen, einer für den anderen und das ist der einzige Weg der erfolgreich ist. Manfred Schmid zu Sky

Fischer trifft zum 2:0

Die Austria war dominant auf dem Platz, hatte jedoch wie schon gegen Altach weniger Ballbesitz (44%). Man setzte wieder auf Pressing, musste diesmal aber etwas riskanter spielen und konnte damit nur 47,5% der Zweikämpfe gewinnen. Bei insgesamt 6:1 Torschüssen war der Sieg aber nie in Gefahr und die gut gestaffelte Abwehr im Verbund mit dem Mittelfeld konnte die Hartberger quasi durchgängig vom eigenen Tor fernhalten. 

Das Spiel war mit 23 Versuchen noch stärker auf Flanken ausgelegt als gegen Altach und auch die Pässe im gegnerischen Drittel wurden erneut um ein Viertel auf 145 gesteigert. Man agierte also noch schneller und riskanter und versuchte das eigene Spiel noch stärker in Richtung gegnerischen Strafraum zu fokussieren. Das ist aber wohl auch dem im Vergleich zu Altach offensiveren Auftreten der Hartberger geschuldet, die phasenweise extrem hoch gestanden sind und ein frühes Pressing (ver)suchten. 

Die meisten Pässe und Ballaktionen hatten erneut gegnerische Spieler, was insbesondere daran liegt, dass man auf Pressing und schnelles Umschaltspiel setzt. Langes zirkulieren von Bällen und gefühlt endloses verschieben sucht man bei der Austria mittlerweile vergebens. Kein Austrianer spielte auch nur 50 Pässe, während die Top-3 der Hartberger auf 93 Pässe (Steinwender), 78 Pässe (Sonnleitner) und 51 Pässe (Kainz) kamen. Schaut man aber auf die Pässe in der gegnerischen Hälfte, so dominieren ausschließlich Veilchen: Suttner (38 Pässe), Braunöder (36 Pässe) und Jukic (29 Pässe) – was sich auch in der Torschussbilanz von 6:1 manifestierte. 

Das Zentrum war wieder deutlich weniger bespielt als die Flügel, was auch am wenig in das Spiel eingebundenen Grünwald lag. Alle anderen Spieler im Mittelfeld (Flügel und Zentrum) verzeichneten (teils deutlich) mehr Ballaktionen und seine Passquote war mit 52% die niedrigste der violetten Startelf – deutlich weniger als die 87,5% die er noch in Altach schaffte. 

Erneut fiel die linke Seite der Austria durch vermehrte weite Vertikalpässe auf, während rechts eher auf Kurzpassspiel gesetzt wurde. Suttner versuchte Ohio im Raum tief anzuspielen und Jukic versuchte den Durchbruch mit anschließender Flanke. Umgestellt wurde die Innenverteidigung, wo diesmal Handl mehr für Ballaktionen nach vorne rückte und Mühl dafür stärker von hinten aufbaute. Generell liegt diese Orientierung wohl hauptsächlich an den Qualitäten der Akteure und nicht an den Gegnern, so ist Martins eher der schnelle dribbler während Suttner hohe Qualität beim Pass mitbringt. Ungewöhnlich ist allenfalls, dass Suttner als AV selten so weit aufzieht, dass er tief in der gegnerischen Hälfte zu Flanken ansetzen kann. Da dies auch nicht unbedingt die Stärke von Fischer ist, kommen von der linken Seite kaum Flanken und der Weg durch bzw. in die Mitte wird präferiert. Rechts wird das auch praktiziert, aber quasi ausschließlich über Braunöder, der die Bälle von beiden Seiten (aber deutlich mehr von rechts) übernimmt, wenn kein Durchbruch am Flügel möglich ist und geschickt neu verteilt. 

Das Matchcenter der Bundesliga gibt unter “Interaktive Spielanalyse” gute Einblicke in die Rollen der Spieler, insbesondere mit einem Blick auf die gespielten Pässe sowie auf die Heatmap:
https://www.bundesliga.at/de/spielbericht/bl1/20212022/20/1-53511/matchcenter/

Wir machen alles gemeinsam einfach, wie wir vorne anlaufen, wie wir hinten die Räume absichern. Es ist sehr stimmig im Moment und wir haben einfach den guten Start von Altach mitnehmen können.Manfred Fischer zu Sky

Was sind die Folgen des Spiels?

Das Schiedsrichterteam inkl. VAR stellt fest: Kein Elfmeter, kein Foul

Es gab diesmal keine Karten, auch nicht für den Gegner, da das klare Elferfoul sowohl vom Schiedsrichter als auch vom VAR ignoriert wurde. Zum Glück mussten auch keine Verletzungen hingenommen werden. 

Kreiker konnte ein erfolgreiches Bundesligadebüt mit knapp über 10 Einsatzminuten verzeichnen, welches aufgrund der laut Trainer Schmid sehr guten Leistungen in der Vorbereitung und bei den Testspielen hochverdient war. Auch Galvão feierte in der Nachspielzeit sein violettes Debüt, konnte aber in den wenigen Sekunden seine Qualität nicht ernsthaft zeigen. 

Die Tabellenposition konnte durch die für den Kampf um die Meistergruppe wichtigen drei Punkte von Platz 6 auf Platz 5 verbessert werden.
Mehr dazu unter: 
https://verteilerkreis.at/der-weg-in-die-meistergruppe-3/

Galvão betritt erstmals in violett den Rasen während eines Spiels

Ich glaube einfach mit hundertprozentiger Leidenschaft verteidigen. Man merkt wirklich wie ein Spirit entsteht in der Mannschaft, wenn man uns zuschaut nach den Spielen wie wir gemeinsam feiern, wie wir uns umarmen… da wächst etwas zusammen und das ist richtig cool und das spiegelt sich dann auch am Platz wider.Patrick Pentz zu Viola TV auf die Frage wie man 2x zu Null gewinnen konnte

Wie haben die Veilchen das Spiel erlebt?

MoM-Braunöder kurz vor dem Ende eines anstrengenden aber erfolgreichen Spiels

Das Spiel der Austria wurde im Verteilerkreis-Spieltagsvoting mit einer Durchschnittswertung von 4,6 von 5 Punkten extrem positiv bewertet und die Spielleitung mit durchschnittlich 2,5 war diesmal nicht so recht nach dem violetten Geschmack. Man of the Match war erneut (aber mit geringerem) Abstand Matthias Braunöder (59,6%), diesmal gefolgt von Jukic (19,2%) und Fischer (7,1%). Das Spiel wurde von Verteilerkreis.at Gästen hauptsächlich im Stadion verfolgt (57,6%), gefolgt von TV-Zusehern (29,3%). Abwicklung, Gastro und Support bekamen durchwegs gute Noten. 

Sportliche Leistung:

0

Schiedsrichter:

0

Man of the Match: Braunöder

0 %

Wo habt ihr das Spiel verfolgt?

  • Stadion 57.6%
  • TV zu Hause oder bei Freunden 29.3%
  • Wirtshaus/Pub/Wettbüro 2%
  • Ticker / ASB 6.1%
  • Gar nicht / Highlights 5.1%

Support der Fans:

0

Einlass ins Stadion:

0

Speisen & Getränke:

0

Service/Geschwindigkeit:

0

Kommentator:

0

Halbzeitanalyse:

0

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