Geschichte

Mein “violettes Leben”

Nachdem ich auf verteilerkreis.at schon einige sehr interessante Geschichten von Austrianern lesen durfte und ich im ASB gefragt wurde, ob ich nicht auch eine kleine Story über mein „Austria Leben“ zum Besten geben kann, wollte ich natürlich gerne helfen und euch einen kleinen Einblick in mein „violettes Fanleben“ gewähren.

Wie alles begann

Schon als kleiner Bub war ich vom runden Leder sehr angetan. Mit 7 Jahren begann meine aktive Kickerkarriere bei meinem Heimatverein. Wie es halt so ist, hatten viele aus meiner Mannschaft schon einen Lieblingsverein. Ich hatte mich noch nicht fixiert. Mit zunehmendem Alter wurde auch die heimische Bundesliga für mich immer interessanter. Viele meiner Kollegen waren damals Fans von einem Verein, dem ich hier keine Zeile widmen möchte. 

Mich zog es nicht mit der Masse, mich zog es zur Austria! Spieler wie Ogris, Prohaska, Zsak, Polster, Hasenhüttl, Pfeffer,… waren da wohl ausschlaggebend.

Erster Stadionbesuch

Da ich nicht aus Wien komme, sondern aus dem westlichen NÖ, waren Livespiele für mich vorerst unmöglich. Am 29. April 1995 war es dann aber endlich soweit. Ein Bursche aus meiner damaligen Mannschaft fragte mich, ob ich mit ihm und seinem Vater zu der Partie FC Linz gegen Austria Wien mitfahren möchte. Was für eine Frage! Wir fuhren also nach Linz auf die Gugl und es ging ab in den Gästeblock. Wir feuerten mit Gleichgesinnten unsere Mannschaft mit vollster Lautstärke an. Nach 7 Minuten gab es einen Dämpfer. Das „spätere Veilchen“ Ronny Brunmayer stellte auf 1:0 für die Linzer. In der Folge übernahmen unsere „Veilchen“ immer mehr das Kommando und am Ende gab es einen glatten 7:1 , in Worten sieben zu eins, Auswärtssieg zu bejubeln! Das Feuer brannte in mir und diese 90 Minuten veränderten mein Leben. Die Austria ist endgültig in meinem Herzen angekommen.

Das Stadionerlebnis, der Sieg und nicht zuletzt auch die Atmosphäre im Gästeblock haben mir so gefallen und so wurde mir klar, ich muss wieder ins Stadion „meine Mannschaft“ anfeuern. Und das am Besten im Horr.

Gesagt, getan. Die Anreise erfolgte per Bahn. Dort trafen wir auf viele Austrianer aus OÖ und auch aus meiner näheren Umgebung, aus WY. Aus OÖ fuhren wir dann oftmals mit den „Stadlinger Bulldogs“. Es freut mich auch heute noch immer wieder, wenn ich hin und wieder den damaligen „Capo“ des FC`s im Stadion treffe und mit ihm „smalltalken“ kann. Einer aus der Partie von WY ist, so habe ich mir sagen lassen, ein (Gesangs-) Star! – Günther Groissböck. Er war auch vor ein paar Jahren mal im Pub anzutreffen.

Mit etlichen Zugfahrten und etlichen „Up`s and Down`s“, vergingen einige Jahre. Auch bei den Mitfahrern gab es ein „Kommen und Gehen“.

Ein kleiner bitterer Moment 2006

Da ich noch selbst aktiv kickte, hatte ich damals noch kein Abo auf der West. Ich besorgte mir/uns die Karten in der Trafik meines Vertrauens in meinem Heimatort. Einmal hatte ich keine Zeit und ein Kumpel versuchte an Tickets zu gelangen. Er versuchte alles, aber leider vergebens. Wir schauten durch die Finger und das ausgerechnet in der Heimpartie, in der sich unsere Austria mit einem Heimsieg über Wacker Innsbruck, die Meisterschaft sichern konnte. Ein trauriger und wunderschöner Moment zugleich. Die Meisterfeier holten wir in der letzten Runde in Pasching ausgiebig nach. 

Meine sportlichen violetten Highlights

  • Die Meistertitel mit unserer Austria ( 1993,2003,2006,2013)
  • CL Quali home gegen Dinamo Zagreb (die schönste Niederlage)
  • CL away in Madrid gg. Atletico
  • CL im Happel gegen Atletico, Zenit und Porto
  • EC im Happel bis ins ¼ Finale
  • EC im Horr (u.a. gg. Bremen und unvergesslich auch Novi Sad)
  • EC away in Mailand, Bremen, Amsterdam

Meine violetten "Magic Moments"

Nach dem Cupfinale gegen Mattersburg im Happel, gingen wir beim Vip Klub vorbei und wer läuft uns quasi in die Hände… Joey Didulica mit dem Teller in der Hand! Er war sehr nett, drücke mir den Teller in die Hand und machte mit mir noch ein Erinnerungsfoto. Ein echt unglaubliches Erlebnis! 09.05.2006 – Hope and Glory

Wir fuhren mit zwei Autos nach IBK um unsere Austria gegen Wacker zu unterstützen. Trotz reichlich „Proviant“ ging uns auf der Heimfahrt der „Sprit“ aus. Und so mussten wir in Mondsee bei der Autobahnraststätte einen Zwischenstopp einlegen, um noch einige Biere nachzuladen und den 5:0 Auswärtssieg unserer Austria in Tirol gebührend zu feiern. Plötzlich stand der FAK-Bus neben uns und einige Spieler klettern heraus. Unser damaliger Captain und heutige Sportdirektor, Manuel „Orti“ Ortlechner, war so nett und trommelte einige Spieler für einen unvergesslichen Schnappschuss zusammen! 09.05.2006 – Hope and Glory (Bild im Titel)

Catch me, if you can

Da ich echt auch schon brav für unsere Austria unterwegs war, hatte ich auch schon des Öfteren das Glück und konnte einige „Matchworntrikots“ ergattern. So habe ich in meinem „Fernsehraum“ die Dressen und ein paar Utensilien einige Spieler an der Wand hängen:

  • Trikot Barazite
  • Trikot Hosiner inkl . Schuhe (getauscht gg. Ein Murg Trikot)
  • Trikot Rotpuller
  • Trikot Ramsebner (sehr fein und rar, schwarz – weiß Away)
  • Trikot Zulechner (geschenkt bekommen)
  • Trikot Stankovic
  • Trikot Mössner (gekauft)
  • Handschuhe Heinz Lindner (geschenkt

Long Story short

Damit die Story nicht zuuuuuu lange wird, habe ich einige „Highlights“ meiner „Fankarriere“ an die ich mich erinnern kann herausgepikst.

Ich hoffe, man merkt auch beim Lesen dieser Story, dass die Austria nach meiner Familie und meinen Freunden den größten Teil in meinem Herzen eingenommen hat?!

Ich bin dankbar für die vielen schönen Momente, die ich mit unserer Austria home, away und auch international erleben durfte!

Ich hoffe, unser eingeschlagener Weg führt uns wieder in die Erfolgsspur und wir können uns alle bald wieder über eine erfolgreiche Austria freuen!

Forza Viola!
Hope and Glory

7 Kommentare

  1. Toller Bericht. 🙂 Meine besten persönlichen Highlights war der Meistertitel 1992 im Happel vor 40.000 Zuschauer gegen Salzburg im letzten Spiel und die Niederlage gegen Zagreb 2013 daheim. Da konnte ich bis 4 Uhr früh nicht schlafen, so aufgewühlt war ich danach.

    1. Vielleicht möchtest du einen Bericht dazu für Verteilerkreis schreiben? Falls ja, schreib mir eine Nachricht 😉

      Wir freuen uns über eure tollsten Erlebnisse als Veilchen, die besten Spiele die ihr nie vergessen werdet oder zB ein Portrait eurer liebsten Spieler aller Zeiten.

  2. Im Großraum Steyr – so würde ich es einmal benennen – sind ja gar nicht so wenig Veilchen zuhause. Danke für den Bericht. Günther Groissböck, den du erwähnst, ist heute einer der besten Opernsänger (Bass) der Welt und einigen auch noch auf der ehemaligen West als gewaltiger Sänger in Erinnerung.

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